Was ist der plötzliche Kindstod?

Der plötzliche Kindstod wird in der Fachsprache auch als „Sudden Infant Death Syndrome“ (SIDS) bezeichnet und wurde früher als der „Krippentod“ bekannt. Wenn ein Baby im Alter von unter 12 Monaten verstirbt und es keine offensichtliche Diagnose gibt, wird häufig der plötzliche Kindstod als Ursache angegeben. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Krankheit im Speziellen, sondern um eine durch Ärzte gestellte Diagnose im Rahmen eine Todesfalles ohne Erkrankung und Vorwarnung bei einem Säugling.

Meist tritt der SIDS ein, wenn das Baby schläft. Dies kann beim Nachtschlaf ebenso der Fall sein, wie bei einem kurzen Mittagsschlaf. Rund 200 Babys versterben in Deutschland jährlich am plötzlichen Kindstod. Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Todesfälle in diesem Bereich zwar deutlich zurückgegangen, nach wie vor gilt er jedoch als eine der am meisten gefürchteten Todesursachen bei Säuglingen.

Wissenschaftler und Ärzte haben bis heute keinen genauen Grund herausgefunden, der für den plötzlichen Kindstod verantwortlich ist. In zahlreichen Studien haben sich jedoch Risikofaktoren ergeben, die einen Einfluss auf den frühen Tod des Babys haben können. Viele Ärzte gehen davon aus, dass gleich mehrere der Faktoren als Auslöser zusammen wirken.